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Schiedsrichterwesen


Der Schiri entscheidet.

 

Natürlich nicht! Dass ein Schiedsrichter das Spiel nicht entscheidet – das tun schließlich die Spieler – sondern leitet, war das erste was in einem Gespräch mit Daniel Strahn klargestellt wurde. Daniel weiß das sehr genau, denn er ist nicht nur Trainer im 80, sondern seit der Hallensaison 2010 auch der neue Schiri-Obmann. Das bedeutet, er ist für das Schiedsrichterwesen im Club zuständig: Daniel ist Ansprechpartner für Kollegen und zukünftige Schiris und verantwortlich für die Kommunikation mit dem hessischen Hockeyverband. Als Schiri-Obmann im Club beantwortet er Regelfragen und hilft auch mal, Spielberichte zu schreiben. Er teilt die Schiris für die „Ansetzungen“ ein, denn jeder Verein ist vom Verband aus verpflichtet, eine gewisse Anzahl Spiele zu pfeifen. Leider ist das Einteilen im 80 nicht so einfach, denn es stehen gar nicht genug Schiris zur Verfügung. Daher hat der Club allein im vergangenen Jahr über 2.000 Euro Geldstrafe an den Verband zahlen müssen. Aber mit der neuen Zuständigkeit und der Unterstützung der Trainer, Spieler und Eltern wird sich die Schiedsrichtersituation im Club sicherlich verbessern.

Daniel sah bei zahlreichen Spielbeobachtungen im 80 aber auch in anderen Clubs „viele motivierte Kinder und Jugendliche, aber leider auch sehr geringe Kenntnisse der Regeln und deren Auslegungen“. Klar, weil ein Hockeyspiel durch die Schnelligkeit des Geschehens und die geringe Größe des Balls sehr anspruchsvoll zu leiten ist. Und leider vielen Hockeyspielern einfach eine Pfeife in die Hand gedrückt wird, und es heißt: „Du kennst ja die Regeln“. Das soll sich in Zukunft ändern. Denn Jugendspiele sollen von (kompetenten) Jugendschiris gepfiffen werden. Ziel ist es, konsequent von oben nach unten pfeifen zu lassen, d. h. eine WJB –Spielerin pfeift die A-Mädchen usw. Daher werden im Club verstärkt interessierte Spielerinnen und Spieler zu Schiris ausgebildet. Mit einigen aus dem Club hat Daniel bereits den ersten Lehrgang (3 Abende, kleine Prüfung) abgeschlossen. Weitere Lehrgänge werden folgen.

Und wenn sich jetzt einige Eltern fragen: wie ist das mit den Schiris, warum sind immer zwei dabei? Und wer von den beiden hat eigentlich „das Sagen“? (Beide Schiedsrichter sind gleichberechtigt und teilen sich das Spielfeld durch eine gedachte Diagonale untereinander auf.) Für diese Eltern wird der Schiri-Obmann auch mal einen Regelabend für Eltern anbieten.

 

Wer Interesse hat, sich als Schiedsrichter ausbilden zu lassen, wendet sich bitte an

Thorsten Hautzel

 
Wir freuen uns über jeden Interessierten, der unseren Schiri-Kader unterstützen möchte! Und keine Angst, an das offizielle Pfeifen wird man ganz langsam herangeführt. Man kann im Training üben, dann im eigenen Verein pfeifen, und erst wenn man sehr viel Erfahrung gesammelt hat und weiterbildende Lehrgänge besucht hat, wird man auch in fremden Vereinen als „neutraler“ Jugendschiedsrichter eingesetzt.

Daniel sind vor allem zwei Dinge wichtig: er möchte möglichst viele Jugendliche motivieren sich als Jugendschiedsrichter ausbilden zu lassen und er wünscht sich, dass sich die Haltung bei den Älteren dahin entwickelt, dass sie „Pfeifen“ nicht als lästige Pflicht oder sogar Strafe sehen, sondern als Teil des Sports. Schiri sein kann man auch noch lange, nachdem die aktiven Zeiten als Spieler vorbei sind. Nach dem Match fürs gut Pfeifen von den Spielführern beider Mannschaften gleichermaßen gelobt zu werden, sei schon ein richtig gute Gefühl, sagt Daniel Strahn.

 

Wer jetzt noch nicht motiviert ist, dem sei die alte Schiedsrichterweisheit an Herz gelegt: Nur wer pfeifen kann, kann die Pfeife kritisieren!

 

 

Die aktuellen Feld- und Hallenhockeyregeln sowie detaillierte Beschreibungen der Schiedsrichterlizenzen können unter folgenden Links eingesehen werden:

Hockey im 80 / Regelwerk

Regelwerk

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